
Geschichtsträchtige Kultur trifft auf unkonventionelle Landwirtschaft. Auf dem Juvaler Hügel, einem der sonnigsten Orte im unteren Vinschgau, können Sie genussvoll wandern und urlauben: idyllisch gelegene Höfe und Aussichtspunkte, abwechslungsreiche Natur entlang der historischen Waalwege, dem Vinschger Weinweg, dem neuen Ortlsteig, dem alten Schlossweg oder vorbei am Unterjuval-Hof bis zum Oberjuval-Hof (1.316 m) und auf das 2.552 Meter Hohe Tscharscher Wetterkreuz (Gamseck) mit spektakulären Blicken hin auf die Marteller Berge und zu den Dolomiten.
Schloss Juval
Auf einem Felsvorsprung prankt das Schloss Juval. Die Anlage, wie ein Adlerhorst, ist auch Namensgeber für den prähistorischen Hügel am Eingang ins Schnalstal zwischen Naturns und Staben bei Tschars-Kastelbell.
Messner Mountain Museum JuvalErste Siedlungspuren sind aus der Jungsteinzeit bekannt. Um 4500 v. Chr. bewohnten die ersten Menschen die sonnenverwöhnten Hänge von Juval. 1278 lies Hugo von Montalban Schloss Juval erbauen. Mehrmals wechselte die Anlage im Laufe der Zeit Besitzer und durchlebte eine bewegende Geschichte. 1913 schließlich erwirbt sie der holländische Kolonialherr William Rowland und rettet sie vor ihrem endgültigen Verfall. Er restauriert Schloss Juval vorbildlich, doch wird die Anlage dann schließlich während des 2. Weltkrieges für die Unterbringung von italienischen Gefangegen benutzt und verfällt infolge zusehends.
Seit 1983 ist Schloss Juval im Besitz von Reinhold Messner. Er renovierte die Anlage behutsam und schaffte eine einzigartige Symbiose aus Kultur und Architektur. Schloss Juval ist eines seiner 6 Messner Mountain Museen in Südtirol und ist dem Mythos Berg gewidmet. Beeindruckend ist Messners Tibetika-Sammlung auf Juval. Dazu gesellen sich unter anderem eine Abenteuer-Bibliothek, eine Bildergalerie zu den heiligen Bergen der Welt und die Maskensammlung aus fünf Kontinenten.
Nicht die höchsten und die schönsten Berge sind die „heiligen“, es sind jene Gipfel, die seit Jahrtausenden eine starke Ausstrahlung auf die Einheimischen ausüben: Olymp, Ararat, Ayers Rock, Fuji – Höhen, die Übersicht suggerieren und das Jenseitige symbolisieren. Wie Schloss Juval auch.Reinhold Messner
Auch für Kunstinteressierte hat Schloss Juval einen besonderen Schatz zu bieten: Fresken aus der Epoche der Renaissance. Hans von Sinkmoser lies die Wehrburg in der Renaissancezeit zu einen herrschaftlichen Ansitz umbauen, dessen Charakter heute noch zu erkennen ist.
Das Schloss ist auch Reinhold Messners Sommerresidenz und Wohnsitz. Mit seinen Ideen und seiner Initiative hat er den Hügel Juval in den letzten Jahrzehnten besonders geprägt und diese wunderschöne Kulturlandschaft mitgestaltet.
Das angeschlossene Weingut „Unterortl“, der Biohof „Oberortl“ und der „Schlosswirt“ sind zum Beispiel auch Teil des Gesamtkonzeptes, wie der kleine Bergtierpark rund um das Schloss oder der beliebte Bauernladen am Fuße des Hügels.
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