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Auf Ötzis Spuren

Das Schnalstal

Der „Mann aus dem Eis“ (Ötzi) ist inwischen wohl Südtirols bekannteste Persönlichkeit. Die Gletschermumie wurde 1991 in den Ötztaler Alpen, im italienisch-österreichischen Grenzgebiet des Schnalstals entdeckt. Oberhalb der Niederjochferners in 3.210 m Höhe kennzeichnet eine Pyramide die Fundstelle. Der Tourismusverein Schnalstal bringt Interessierte auf „Ötzis Glacier Tour“ ganzjährig über die Similaunhütte zur Fundstelle des berühmten „Mannes aus dem Eis“ beim Hauslabjoch.

Ötzi Museum Bozen

Der Sensationsfund aus der Kupferzeit ist im Archäologiemuseum in Bozen zu besichtigen. Ötzi zieht seit Jahren Millionen Besucher an und ist zum Kult geworden. Es gibt Ötzi-Gummibärchen, Ötzi-Eis, Ötzi-Pizza … kaum eine Mumie wurde so intensiv und aufwändig erforscht wie der Mann aus dem Eis. Ötzis Konservierung ist für die MitarbeiterInnes des Museum sowie Wissenschaftler eine Herkulesaufgabe und muss jeden Tag kontrolliert und beobachtet werden. Neben der Dauerausstellung mit Ötzis Ausrüstung und vielen weiteren Fundobjekten, gibt es wechselnde Sonderausstellungen zu sehen. Auch zeigt eine lebensgroße Nachbildung, wie Ötzi ausgesehen haben könnte. Ein Museumsbesuch in Bozen ist auf jeden Fall einen Ausflug wert!

archeoParc Schnals

Wer erfahren möchte wie Ötzi gelebt hat, sollte unbedingt in den archeoParc Schnals kommen. In Unser Frau im Schnalstal bietet das archäologische Museum auf einer Fläche von 8.000 m² eine Dauerausstellung über Ötzi sowie ein Freigelände mit rekonstruierten Hütten aus Ötzis Zeiten. Verschiedene Parcours führen durch das liebevoll angelegte Freilichtmuseum. Es finden sich Pflanzen wie vor über 5.000 Jahren und unter Anleitung können zum Beispiel steinzeitliche Techniken ausprobiert werden. Der archeoParc Schnals ist ein Erlebnisort für Groß und Klein. Ein Museumsshop und Cafè runden das unterhaltsame Angebot ab.

Skifahren am Schnalstaler Gletscher

Das urige und spektakuläre Schnalstal führt von Naturns aus in Nordwestlicher Richtung in die Ötztaler Alpen hinein. Über dem Taleingang thront gut sichtbar das Schloss Juval. Steile Bergwände und jahrhundertealte Bauernhöfe prägen das Landschaftsbild. Am Talende pranken die mächtigen Gletscher hoch über Kurzras auf einer Fläche von über 185 Hektar. Von September bis Mai ist der Skibetrieb auf dem „ewigen Eis“ geöffnet. An der Bergstation der Gletscherbahn liegt auf 3.212 Metern das Hotel Grawand, das höchstgelegene Berghotel Europas. Die 3.000er-Gipfel Weißkugel, Wildspitze und Similaun sind zum Greifen nahe. Zurück ins Tal geht’s auf der acht Kilometer langen Schmuggler-Abfahrt.

Transhumanz

Schon immer wurden Schafe vom Schnalstal ins benachbarte Ötztal getrieben um dort die Weiderechte zu nutzen. Immer im Juni findet auch heute noch dieser traditionelle Schaftrieb, auf zum Teil gefährlichen Routen durch die Berge, statt. Tausende Schafe ziehen mit ihren Hirten über den Ötztaler Grenzkamm zu den Sommerweidegebieten oberhalb von Vent (A) und bewältigen dabei einen Höhenanstieg von bis zu 3.200 m und den Abstieg mit 1.800 Tiefenmetern. Unter dem Begriff „Transhumanz“ wurden die archaischen Schaftriebe in den Ötztaler Alpen von der österreichischen UNESCO-Kommission als nationales Kulturerbe anerkannt.

Archäologische Wanderungen

Voller uralter Geschichte und Tradition ist das Schnalstal. Jäger und Hirten nutzten früher weit weniger gepflegte Routen, sondern ursprüngliche Pfade für die Überquerung des Alpenkamms. Schwierige und leichte Wanderwege säumen heute die Berge. Archäologischen Wanderwege im Schnalstal führen durch eine unverfälschte Berglandschaft zurück in vergangene Zeiten. Vom Taleingang bis zum Gletscher im Talschluss verlaufen 8 historische Wanderrouten, durchgehend mit einer stilisierten Axt zur besseren Orientierung markiert. Entlang der archäologischen Wanderwege im Schnalstal liegen bedeutende vorchristliche Fundstellen. Kupferne Stelen weisen auf die Funde hin und vermitteln die wichtigsten Informationen in Kurzform.

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